© Hansestadt Buxtehude / Madle Fotowelt Viele Jahrhunderte spielte sich das Leben in Buxtehude innerhalb der Grenzen der mittelalterlichen Stadtmauer ab. Nördlich der Altstadt kamen Segelschiffe und später auch Dampfer im großräumigen Hafenbecken an, lagen auf Reede zum Be- und Entladen, und kleinere Schiffstypen fuhren dann ins Fleth hinein, um dort ihre Waren auf- oder abzuladen. Es gab regen Verkehr. In der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelte sich auf einer künstlich aufgeschütteten Hafeninsel, die den Stadtraum vergrößerte, eine Steingutfabrik an. Trotz mehrfacher Nutzungen in der Zwischenzeit ist das ehemalige Fabrikgebäude bis heute ein weitgehend intaktes Beispiel für die frühe Industriearchitektur der Stadt. 1907 wurde es für die Malerschule umgebaut, was die Inschrift immer noch anzeigt. Als eine Abteilung des Technikums in der Harburger Straße (heute Hochschule 21) erlangte die Malerschule überregionale Bedeutung - rund 10.000 Meister haben hier seit 1901 ihren Abschluss gemacht. Sie war mitten auf der Hafeninsel nur über eine Holzbrücke zu erreichen. Doch diese Situation änderte sich, als 1980 durch die Zuschüttung eines Nebenarms der Este eine Halbinsel entstand. Der Seitenflügel der Malerschule wurde 2007 erweitert, ein Steg angelegt und mit der Unterstützung vieler Buxtehuder Bürger und Bürgerinnen das Kulturforum am Hafen e.V. eröffnet. Hier finden kulturelle Veranstaltungen statt, Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen oder private Feiern. Das gesamte Areal der ehemaligen Hafeninsel zeigt sich heute als attraktiver Ort, zumal die ehemalige Dampfmühle, die Kattau-Mühle, 2015 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde. Tradition und Innovation verbinden sich. Auch die Hansekogge im Kreisverkehr, die im Maßstab 1:3 nach Originalplänen aus Stahl angefertigt wurde, verdeutlicht dies.
Malerschule, Kulturforum, Hafen, Kattau-Mühle
Malerschule, Kulturforum, Hafen, Kattau-Mühle
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Meldung vom 25.03.2023Letzte Aktualisierung: 15.02.2024
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