© Folkert BockentienIn diesem Jahr präsentiert der in Buxtehude lebende Folkert Bockentien zum 3. Mal eine Arbeit auf der Kunstinsel.
Der Buxtehuder Künstler Jürgen K.F. Rohde erdenkt sich 2008 die Buxtehuder Kunstinsel. Das Buxtehuder Kulturbüro verwirklicht die Kunstinsel. Der Ponton wird auf der Este verankert. Seit 17 Jahren erhält jedes Jahr eine Künstlerin oder ein Künstler aus der Region der Hansestadt die Möglichkeit, dort für ein Jahr ein Werk zu präsentieren.
2009 beginnt Jürgen K.F. Rohde den Reigen auf der Kunstinsel mit seiner heiteren Installation „Rombonaden“.
Bockentien bestückt 2010 als zweiter Künstler die Kunstinsel mit seiner Installation „balance 1“, ein an Seezeichen erinnerndes Gestell auf dem sich zwei große Edelstahlkugeln drehen. „balance 2, out of balance“ war ein Lot, welches über einer Erdkugel pendelte.
Bockentien nennt sein Werk dieses Jahr „balance 3, birds in balance“.
Dem Kultur Schaffenden geht es auch dieses Jahr um ausgewogene Verhältnisse, um Gleichgewichte, um Balance. Wie bei seinen zwei ersten Installationen ist auch dieses Mal wieder Dynamik im Spiel. Wie in Leonhard Cohens Song „like a bird on a wire“ sitzen hier drei stilisierte Vögel in ausgewogener Position auf einer Stange. Die drei Objekte können sich, wenn Wellen oder Wind Einfluss nehmen, auf und ab bewegen.
Die drei Objekte sind aus 8 mm Sperrholz verleimt und wurden mit gelber und blauer Autofolie beklebt. Um ein Gleichgewicht in der Installation herzustellen, wurde mit Blei gearbeitet.
Die Farben Blau und Gelb sind die Farben der Hansestadt Buxtehude. Aber auch, so erklärt Bockentien, die Farben der Ukraine. „Ursprünglich waren Elstern im Garten mein Vorbild, da wären die Farben Schwarz, Weiß und Blau gegeben. Letztendlich ist die Wahl der Farben eine rein ästhetische Entscheidung, trotzdem aber auch eine Hommage an meine Heimatstadt Buxtehude.“
Der Titel lautet: „birds in balance“, die Vögel befinden sich jedoch real nicht in einem soliden Gleichgewicht – der Rückgang von Singvögeln in Deutschland ist alarmierend: Seit 1980 sind die Bestände um etwa 40%, von Feldvögeln, wie dem Kiebitz, um 88% gesunken. Die Ursachen sind mannigfaltig.
Folkert Bockentien abschliessend: „Ich bin gespannt auf die sinnliche Wahrnehmung, auf ein weiteres buntes Stückchen Buxtehude, wenn ich zusammen mit Mitarbeitern des Kulturbüros und der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt die Kunstinsel in der Woche vor dem 25. April zu Wasser lassen kann.“
Folkert Bockentien, 28.03.2026

