Hansestadt Buxtehude

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Wortprotokoll

Frau Biesenbach leitet in den Tagesordnungspunkt ein und übergibt das Wort an Frau Blaß. Frau Blaß stellt anhand der als Anlage beigefügten Präsentation den Sachstand zu diversen Themen vor.

 

Informationen zum Schulstart

Frau Blaß berichtet, dass das Schuljahr 2021/2022 im Regelbetrieb gestartet ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten somit in festen Gruppen am Präsenzunterricht teilnehmen. Am Anfang waren tägliche Testungen und das Tragen einer Maske für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Die Testungen werden aktuell dreimal wöchentlich durchgeführt, nach den Herbstferien erfolgen dann wieder tägliche Testungen in der ersten Woche. Die Maskenpflicht im Unterricht ist mittlerweile für die 1. und 2. Klassen aufgehoben. Das Kultusministerium plant eine Lockerung für die 3. und 4. Klassen ab dem 11. November 2021. Um das Infektionsgeschehen möglichst gering zu halten, dürfen nur geimpfte, genesene oder getestete Personen die Schulgebäude betreten. Bei Corona-Fällen erfolgen durch das Gesundheitsamt mittlerweile differenziertere Quarantänemaßnahmen. Die Quarantäneanordnung erfolgt in der Regel nur noch für direkte Sitznachbarn oder enge Kontaktpersonen.

 

Das Land Niedersachsen hat am 08.09.2021 eine Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von technischen Maßnahme zum infektionsgerechten Lüften an Schulen veröffentlicht. Für die Anschaffung von technischen Geräten und Anlagen kann eine Förderung in Höhe von 80 % beantragt werden. Es wurden bereits 100 CO2-Ampeln für alle Grundschulen angeschafft. Diese Ampeln geben optisch eine Information zur Raumluftqualität, um so zielgerichtetes Lüften zu ermöglichen. Zudem können damit Räume identifiziert werden, die grundsätzlich schlecht zu lüften sind. Seitens der Schulen gab es bereits durchweg positive Rückmeldungen. Auch die Anschaffung von mobilen Luftfilteranlagen wird derzeit unter Abwägung der Eckpunkte der Förderrichtlinie, der örtlichen Gegebenheiten und den Erfahrungen anderer Kommunen geprüft. Ziel ist es, Unterrichtsräume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit auszustatten.

 

Auf Nachfrage von Herrn Schindzielorz ergänzt Frau Blaß, dass die CO2-Ampeln auch grundsätzlich für die weiterführenden Schulen angeschafft werden können. Der Einsatz sollte zunächst in den Grundschulen erprobt werden.

 

Schülerzahlen 2021/2022 - Weiterführende Schulen

Frau Blaß stellt die tatsächlichen Schülerzahlen 2021/2022 der weiterführenden Schulen vor. Die Abweichungen zu der in der letzten Ausschusssitzung vorgestellten Prognose ergeben sich durch Schulabgänger, die bereits vor dem Erreichen des Abiturs die Schule verlassen haben. Insgesamt ist die Schülerzahl mit 3.912 nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr mit 3.904.

 

Sachstand zu den Schulbaumaßnahmen

Frau Blaß berichtet, dass die Planungen zum „Campus Süd“ vorangetrieben werden. Aktuell erfolgt durch die Architekten eine Analyse der Außenanlagen und -flächen. Nach den Herbstferien ist ein Termin mit den Schulleitungen geplant, um die aktuellen Pläne vorzustellen und die weiteren Schritte zu besprechen. Zwischenzeitlich sind Interimslösungen für die Realschule Süd erforderlich. In den Sommerferien wurde daher eine Containeranlage mit zwei großzügigen und hellen Unterrichtsräumen aufgestellt.

 

Die Baumaßnahmen an der Halepaghen-Schule kommen voran und der Neubau ist schon gut sichtbar. In dem Neubau ist auch eine moderne Lernlandschaft vorgesehen, die es so bisher in keiner Buxtehuder Schule gibt. Um die aus der Phase Null entwickelten Anforderungen zu konkretisieren, wurde vor den Sommerferien ein jahrgangsübergreifender Schülerworkshop durchgeführt, in dem viele Ideen und Vorschläge entwickelt wurden. Im nächsten Schritt werden nun die Lehrkräfte eingebunden, um sich sowohl an der Ausgestaltung der Lernlandschaft als auch bei den Lehrerarbeitsplätzen zu beteiligen.

 

Beim Sportzentrum Nord ist der Linksabbieger an der Konrad-Adenauer-Allee inzwischen fertiggestellt. Ende Oktober wird mit den vorbereiteten Maßnahmen auf dem Schulgelände begonnen. Anfang des nächsten Jahres folgen dann die Entwässerungsarbeiten, bei denen u.a. ein Regenrückhaltebecken auf dem Grundstück errichtet wird. Für die Ausgestaltung der Außensportflächen und des Schulhofs ist ebenfalls eine Beteiligung der Schülerinnen und Schüler geplant.

 

Bei der neuen Zweifeldhalle am Standort Rotkäppchenweg wurde der aktuelle Planungsstand bis zur Feststellung der Bauantragsreife im Bau- und Liegenschaftsausschuss im Juni und Juli 2021 ausführlich behandelt. Aktuell beginnt die Ausführungsplanung. Frau Blaß stellt anhand eines Lageplans den neuen Standort der Halle vor. Für den entstehenden Campus wird ebenfalls ein Beteiligungsprozess angestrebt. Neben der Sporthallenfläche und den erforderlichen Nebenräumen sind auch Räume für die Jugendarbeit und die Verkehrswacht vorgesehen. Die Bereiche sind durch ein gemeinsames Foyer miteinander verbunden und können so getrennt voneinander, aber auch zusammen genutzt werden. Das nachhaltige Gebäude soll in Holzständer-Bauweise inklusive Holzfassade errichtet werden. Eine Zertifizierung durch den DGNB wird angestrebt.

 

Schülerzahlen 2021/2022 - Grundschulen

Frau Blaß erläutert, dass alle großen Grundschulen vierzügig in das neue Schuljahr gestartet sind. Die meisten Zuwächse haben die Grundschulen Am Rotkäppchenweg und Stieglitzweg zu verzeichnen. Die erste Klasse der Außenstelle Ottensen ist größer als im Vorjahr. Hinzu kommen Zuzüge in beiden Schulbezirken, die sich auf alle Klassenstufen verteilen. Gegenüber dem Vorjahr sind 44 zusätzliche Grundschüler in den Buxtehuder Grundschulen aufgenommen worden (2020: 1.475 / 2021: 1.519). Neben den bereits berücksichtigten Erstklässlern sind 40 „Flexi-Kinder“, die auf Wunsch der Eltern zurückgestellt wurden, noch unberücksichtigt und werden erst im kommenden Jahr eingeschult.

 

Die OGS erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und die Anmeldezahlen sind stabil auf hohem Niveau.

 

Schulentwicklungsplanung und Phase Null

Die Buxtehuder Schullandschaft muss, insbesondere vor dem Hintergrund der verstärkten Ausweisung von Neubaugebieten, dem allgemein prognostizierten Geburtenanstieg sowie dem beschlossenen Ganztagsanspruch für Grundschulkinder (ab 2026), für die Zukunft gut aufgestellt werden. Die Verwaltung wird daher eine quantitative Untersuchung durchführen, um die Bildungsinfrastruktur in Buxtehude langfristig und strategisch gut auszurichten. Ein externer Berater wurde beauftragt, ab September 2021 mit einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose und einer Untersuchung der Folgewirkungen auf die schulische Infrastruktur zu beginnen. Die Ergebnisse mit unterschiedlichen Szenarien werden dann dem Ausschuss vorgestellt, um über zukünftige Handlungserfordernisse und -optionen beraten zu können.

 

Für die Berücksichtigung aktueller pädagogischer Herausforderungen und neuer Lernformen in den Grundschulen müssen parallel dazu auch Grundlagen für eine qualitativ nachhaltige Bildungsinfrastruktur erarbeitet werden. Gemeinsam mit allen Buxtehuder Grundschulen wird daher aktuell ein „Phase Null“-Prozess durchgeführt. Ein erster Auftakt mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen ist bereits erfolgt. Die Ergebnisse der „Phase Null“ werden ebenfalls im Ausschuss präsentiert.

 

Digitalisierung

Der Ausbau des Glasfasernetzes für die Schulen im Landkreis Stade befindet sich in der Umsetzung. Ein konkreter Zeitplan für die Buxtehuder Schulen liegt der Verwaltung noch nicht vor, jedoch sollen alle Schulen bis Mitte 2022 über eine Breitbandanbindung verfügen.

 

Frau Blaß berichtet, dass mittlerweile 28 Anträge aus dem Förderprogramm DigitalPakt Schule für unterschiedliche Maßnahmen gestellt werden konnten. Erfreulicherweise wurden bereits 677.950,00 € bewilligt. Weitere Anträge folgen kontinuierlich.

 

Eine der zwei ausgeschriebenen Stellen für EDV-Fachkräfte konnte inzwischen erfolgreich besetzt werden. Gemeinsam mit dem externen Dienstleister gibt es bereits erste Überlegungen, den Supportservice in den Schulen professioneller aufzustellen.

 

Die für die Digitalisierung erforderliche bauliche Infrastruktur wird bei aktuellen Baumaßnahmen immer mit berücksichtigt. Für die Grundschulen Altkloster, Am Rotkäppchenweg und Stieglitzweg sind jedoch derzeit keine größeren Baumaßnahmen geplant und die erforderliche strukturierte Vernetzung ist nicht vorhanden. Um digitalen Unterricht zu ermöglichen, soll daher für diese Schulen jetzt eine separate Planung erfolgen. In den Herbstferien erfolgt eine Begehung mit einem Fachplaner, damit mit der Umsetzung ab dem Frühjahr/Sommer 2022 begonnen werden kann.

 

Der geplante WLAN-Ausbau in der Grundschule Harburger Straße hat sich aufgrund des Halbleitermangels leider verzögert. Die Installation der Hardware erfolgt jetzt jedoch noch in den Herbstferien. Als nächstes folgt die Umsetzung in der IGS. Die erforderliche Begehung erfolgt ebenfalls in den Herbstferien. Anschließend wird comNET das entsprechende WLAN-Konzept erstellen. Damit die Schulen, die derzeit noch über kein ausreichendes WLAN-Netz verfügen, trotzdem digital arbeiten können, wurden zehn mobile WLAN-Router als Interimslösung angeschafft. Die Router verfügen über ein unbegrenztes Highspeed-Volumen und der Tarif wurde ohne Mindestvertragslaufzeit abgeschlossen.

 

Frau Blaß berichtet, dass die Förderrichtlinie für die Anschaffung der Leihgeräte für Lehrkräfte am 04.06.2021 in Kraft getreten ist. Mittlerweile wurden bereits 500 iPads inklusive Tastatur und Stift angeschafft und an die Schulen verteilt. Die Kosten werden zu 100 % bezuschusst.  

 

Auch für die digitale Arbeit am Nachmittag konnten Fördergelder generiert werden. Für die Grundschulen Altkloster, Am Rotkäppchenweg, Harburger Straße und Stieglitzweg wurde jeweils ein Tabletkoffer zur qualitativen Weiterentwicklung der Medienbildung im Ganztag angeschafft und übergeben. Die Kosten werden zu 65 % bezuschusst.  

 

Frau Blaß berichtet anschließend über ein Projekt aus der Halepaghen-Schule. Die Halepaghen-Schule ist eine von 53 Projektschulen, in denen ein Technologielabor für Robotik eingerichtet wurde. Das Projekt ist Teil des Masterplans Digitalisierung der Niedersächsischen Landesregierung. Die Förderung betrug 90 % der angefallenen Kosten.

 

Frau Biesenbach bedankt sich bei Frau Blaß für die zahlreichen Informationen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Schindzielorz erläutert Frau Blaß, dass die angeschafften iPads aus dem Sofortausstattungsprogramm sowohl als Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler als auch als schulgebundene Geräte im Unterricht genutzt werden können. Die Verwaltung der Geräte erfolgt durch die Schulen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Freudenthal zur Stellenbesetzung erläutert Frau Blaß, dass bei den Bewerbungen nur eine EDV-Kraft dabei war, die zum Aufgabengebiet „Schul-IT“ passte.

 

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