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Vorlage - 2016/123  

Betreff: Erweiterung der Betreuungszeiten- und angebote in der städtischen Kindertagesstätte Hedendorf ab dem Kindergartenjahr 2016/2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Verwaltungsvorlage
Federführend:FG 51 - Jugend und Familie - Beteiligt:FG 10 - Organisation und Personal-
Bearbeiter/-in: Lange-Reichardt, Andrea   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
17.08.2016 
27. Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Hedendorf Vorberatung
17.08.2016 
34. Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Hedendorf ungeändert beschlossen   
Innerer Ausschuss Vorberatung
18.08.2016 
34. Sitzung des Inneren Ausschusses ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Neukloster Vorberatung
22.08.2016 
26. Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Neukloster geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat Entscheidung
30.08.2016 
31. Sitzung des Rates ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag:
In der städtischen Kindertagesstätte Hedendorf werden kurzfristig zusätzlich 9 Halbtagsplätze geschaffen sowie eine Umwandlung der vorhandenen 2/3-Gruppe in eine Ganztagsgruppe vorgenommen. Die hierfür erforderlichen zusätzlichen Erzieherstunden im Umfang von 63 Stunden (nach Entgeltgruppe S 8a TVöD) werden im Vorgriff zum Stellenplan 2017 bereitgestellt.

 


Sachverhalt:
1.Grundsätzliches

Die KiTa Hedendorf verfügt über drei Gruppenräume mit entsprechenden Sanitäranlagen, einer kleinen „nicht-professionellen“ Küche, einem Mitarbeiter- sowie einem Leitungsraum. Bis zum Jahr 2013 wurde die Einrichtung als dreizügiger Kindergarten mit zwei Halbtags- und einer 2/3-Gruppe geführt. Aufgrund sinkender Kinderzahlen und dadurch bedingt ungenutzter Plätze  wurde eine Halbtagsgruppe zum 01.08.2013 geschlossen. Im Jahr 2015 ergab sich erstmalig auch für den Standort Hedendorf eine gestiegene Nachfrage an KiTa-Plätzen, so dass eine zusätzliche 10-er Gruppe eingerichtet wurde. Zum damaligen Zeitpunkt erwies sich die Kleingruppe als bedarfsdeckend. Zudem wurde vom Landesjugendamt bei der Beantragung der Betriebserlaubnis deutlich ausgesagt, dass aufgrund des Fehlens eines zusätzlichen Bewegungsraums eine Betriebserlaubnis für eine ganze Gruppe nicht erteilt werden kann. Mittlerweile haben weitere Gespräche mit dem Landesjugendamt jedoch ergeben, dass einer Erweiterung vor dem Hintergrund einer grundsätzlichen Perspektivplanung für den Standort zugestimmt werden könnte.

 

2. Aktuelle Situation

Zum neuen Kindergartenjahr konnten 5 Kinder nicht in die Einrichtung aufgenommen werden, hiervon 3 Flüchtlingskinder. Für ein weiteres Kind besteht ab Oktober 2016 der Wunsch zur Aufnahme. Zudem ist bekanntermaßen für die geschaffene Flüchtlingseinrichtung in Hedendorf eine Belegung vornehmlich mit Flüchtlingsfamilien vorgesehen, so dass sich mit größter Wahrscheinlichkeit auch hier unterjährig noch ein zusätzlicher Bedarf ergeben wird.

 

Neben der erhöhten Platzzahlnachfrage besteht jedoch auch ein durch die Eltern formulierter Bedarf hinsichtlich der Ausweitung von Betreuungszeiten. Eine Elternbefragung hat ergeben, dass für mindestens 10 bis 15 Kinder eine Betreuungsnotwendigkeit über 16.00 Uhr hinaus besteht; dieser Bedarf kann aufgrund der derzeitigen Gruppenstruktur auch durch Sonderöffnungszeiten nicht abgedeckt werden.

 

Grundsätzlich ist anzumerken, dass durch die Entwicklung des Baugebietes in Hedendorf sich perspektivisch ein erhöhter Betreuungsbedarf vor Ort ergeben wird. Dieses wird sich sowohl auf Elementarplätze als auch auf Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige auswirken. Grundsätzlich besteht zwar rechtlich die Möglichkeit, auf mögliche freie Kapazitäten im Stadtgebiet zu verweisen (sofern sie denn vorhanden sind); tatsächlich ist es aber insbesondere für Frauen ohne Auto nur schwer leistbar, eine ortsferne Betreuung in Anspruch zu nehmen. Neben diesem pragmatischen Grund ist aber auch die Sicht des Kindeswohls hinsichtlich einer Integration in den Sozialraum zu betrachten.

 

3. Handlungsnotwendigkeit

Aufgrund der dargestellten Situation ist es aus Sicht der Verwaltung erforderlich, sowohl das Angebot an Betreuungsplätzen als auch die tatsächlichen Betreuungszeiten in der Kindertagesstätte Hedendorf kurzfristig zu erweitern. Konkret soll die bestehende Kleingruppe (10 Kinder) zukünftig als „auslaufende Gruppe“ geführt werden. Diese bedeutet, dass 9 Kinder bis 12.00 Uhr zuzüglich Sonderöffnungszeiten betreut werden, 10 Kinder bis 14.30 Uhr zuzüglich Sonderöffnungszeit in der Einrichtung verbleiben können.

Zudem soll die derzeitige 2/3-Gruppe (Betreuung bis 14.30 Uhr) als Ganztagsgruppe bis 17.00 Uhr geführt werden.

 

Aus Sicht der Verwaltung ist die Erweiterung in den bestehenden Räumlichkeiten eine kurzfristige Reaktion auf den gestiegenen Bedarf. Perspektivisch muss eine grundlegende Überplanung des bestehenden Standortes erfolgen. Dieses Erfordernis ergibt sich zum einen aus der Tatsache, dass der Kindergarten grundsätzlich als Halbtagseinrichtung konzipiert war und für den Aufenthalt von Kindern über den ganzen Tag nur wenig Möglichkeiten der Differenzierung und Bewegung gibt. Darüber hinaus muss aber auch deutlich gemacht werden, dass ebenso hinsichtlich der vorhandenen Küchensituation aufgrund der ausgeweiteten Mittagsverpflegung ein hoher Handlungsbedarf besteht. 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Durch die Ausweitung der Betreuungszeiten- und plätze am Standort Hedendorf werden wöchentlich zusätzlich 63 Erzieherinnenstunden nach Entgeltgruppe S 8a TVöD benötigt. Es wird angestrebt, eine Umsetzung möglichst kurzfristig vorzunehmen. Zurzeit kann jedoch aufgrund der bestehenden Fachkräftesituation noch nicht real eingeschätzt werden, wann  die Erweiterung konkret erfolgen kann. Insofern ist auch eine Aussage hinsichtlich der zusätzlich benötigten Personalkosten im Vergleich zur Planung für 2016 nur schwer zu formulieren. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass nicht mehr als zusätzlich 10.000,- Euro benötigt werden.

 

Dieser Betrag kann voraussichtlich ohne überplanmäßigen Mittelbedarf aus der Buchungsstelle 1.10.04.111/701200 gedeckt werden. Die auf ein volles Kalenderjahr bezogenen Mehrkosten für die zusätzlichen Betreuungsangebote werden im Rahmen der Haushaltsplanung für 2017 berücksichtigt.  

 


Anlage/n:

keine  

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