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Auszug - Halepaghenschule Buxtehude - Sanierung und Erweiterung - Feststellung der Bauantragsreife und weitere Beauftragung der Objektplanung Gebäude, Tragwerksplanung und Planung technische Ausrüstung  

24. Sitzung des Ausschusses für Schulen und Sport gemeinsam mit dem 56. Bau- und Liegenschaftsausschuss
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Schulen und Sport Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 18.06.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 22:01 Anlass: Sitzung
Raum: Pioneer Sitzungssaal
Ort: Firma Pioneer, Apensener Str. 196, 21614 Buxtehude
2020/106 Halepaghenschule Buxtehude - Sanierung und Erweiterung - Feststellung der Bauantragsreife und weitere Beauftragung der Objektplanung Gebäude, Tragwerksplanung und Planung technische Ausrüstung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Verwaltungsvorlage
Federführend:FG 65 - Gebäude- und Grundstücksbewirtschaftung - Bearbeiter/-in: Lücking, Simon
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

Herr Kamprad führt in den Tagesordnungspunkt ein und übergibt das Wort an Frau Nagel. Frau Nagel erinnert an die gemeinsame Ausschusssitzung vor einem Jahr. In dieser Sitzung wurde ein Vorentwurf für die Erweiterung der Halepaghen-Schule in zwei Varianten vorgestellt. Der daraufhin gefasste Beschluss sah vor, dass die Raumbedarfe des E-Traktes zusätzlich im Neubau verortet werden. Der E-Trakt, der ursprünglich mal als Provisorium gebaut wurde, soll dann nach Abschluss der Maßnahmen abgerissen werden. Durch den fortgeschrittenen Planungsprozess wurde die Bauantragsreife erreicht und die Ergebnisse werden heute vorgestellt.

 

Herr Kamprad bedankt sich für die Einleitung und übergibt das Wort an Herrn Karn von dem Planungsbüro BKSA Hamburg GmbH. Herr Karn stellt anhand der als Anlage beigefügten Präsentation den Entwurfsstand vor. Mit den geplanten Maßnahmen können die ermittelten Raumbedarfe aus der Phase Null erfolgreich umgesetzt werden. Herr Karn führt die Anwesenden virtuell durch das Schulgebäude und erläutert die Umsetzung des entwickelten Raumprogramms anhand von Ansichten und Lageplänen.

 

Der viergeschossige Neubau wird an der Konopkastraße verortet und der Eingangsbereich der Schule wird verlagert und vergrößert. Im Erdgeschoss des B-Traktes und des Neubaus entstehen Flächen für die Verwaltung und die Lehrkräfte. Die Räumlichkeiten für die Jahrgänge 5 bis 7 sowie die Bibliothek und die Fachunterrichträume für Kunst, Werken und Informatik sind im gesamten D-Trakt sowie in einem Teil des ersten Obergeschosses des B-Traktes vorgesehen. Die Jahrgänge 8 bis 10 nutzen zukünftig den gesamten C-Trakt. Die dort gelegene Pausenhalle wird in verschiedene Differenzierungsbereiche aufgeteilt. Die Räumlichkeiten für die Jahrgänge 11 bis 13 sind in dem anderen Teil des ersten Obergeschosses des B-Traktes sowie im ersten Obergeschoss des Neubaus vorgesehen. Im Neubau entsteht eine Lernlandschaft mit einer zentralen Lerntreppe. Aufgrund des neuen Brandschutzkonzeptes ist zukünftig eine Möblierung der Flure und somit eine erweiterte Nutzung möglich. Im zweiten und dritten Obergeschoss entstehen die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume mit einem innovativen Schülerforschungszentrum. Für diese Fachunterrichtsräume erfolgt eine gesonderte Einrichtungsplanung.

 

Herr Karn stellt die geplanten Fassaden und Materialien vor. Für den Neubau ist Verblendmauerwerk vorgesehen, der B-Trakt soll eine neue Aluminium-Profilblech-Fassade erhalten. Für den Innenraum sind robuste Materialien vorgesehen. Die Flure und Klassen sollen Sichtbetonwände erhalten. Für eine gute Raumakustik werden auf der Grundlage eines Akustikkonzeptes in den Klassen Holzwolle-Akustikplatten und in den Fluren entsprechende Absorberflächen eingesetzt. Für die Türzargen, Fußleisten und Handläufe sind Holz-Elemente vorgesehen. Je nach Funktionsbereich sollen unterschiedliche Böden verbaut werden.

 

Herr Karn stellt den aktuellen Zeitplan vor. Derzeit befindet sich das Projekt in der Bauphase Null. Die aktuelle Vorlaufzeit wird genutzt, um qualitative und attraktive Ausschreibungen vorzubereiten. Erste Vergaben sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im 1. Quartal 2021 soll die erste Bauphase mit dem Baubeginn des Neubaus starten. Nach Fertigstellung des Neubaus, Mitte 2022, soll die zweite Bauphase erfolgen. Im Rahmen dieser einjährigen Bauphase werden schrittweise die Trakte A, B und teilweise D saniert. In der dritten Bauphase, im 3. Quartal 2023, soll der restliche D-Trakt sowie ein Teil des C-Traktes saniert werden. Zudem soll mit den Arbeiten für die Außenanlagen begonnen werden. Im 4. Quartal 2023 sollen in der letzten Bauphase die Sanierung des C-Traktes und die Fertigstellung der Außenanlagen abgeschlossen werden. Die Übergabe ist für Ende 2023 vorgesehen. Zum Abschluss der Maßnahmen wird der E-Trakt abgerissen. Ein großer Vorteil ist, dass der E-Trakt während der gesamten Bauphasen als Interimslösung genutzt werden kann. So können kostenintensive Containerlösungen vermieden werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt in enger Abstimmung mit der Schule.

 

Die Projektkosten betragen 16,3 Mio. Euro und liegen somit vollkommen im Kostenrahmen.

 

Anhand einer Übersicht stellt Herr Karn dann die Nachhaltigkeit des Projektes dar. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse wurden Themen wie Luft, Licht, Wärme, Strom und Materialien betrachtet. Der Neubau soll einen Sonnenschutz, eine Dachbegrünung sowie eine Photovoltaikanlage für den täglichen Bedarf erhalten. Die vorhandene Heizungsanlage soll um ein BHKW erweitert und vorhandene Heizkörper teilweise ausgetauscht werden. Die Klassenräume sollen natürlich, innenliegenden Räume mechanisch mit Wärmerückgewinnung belüftet werden. Insgesamt wurde ein Lebenszyklus von 30 Jahren betrachtet. Dabei spielen die Gebäudebetriebskosten eine wichtige Rolle, daher sollen wartungs- und reinigungsfreundliche Materialien zum Einsatz kommen. 

 

Zum Abschluss der Präsentation zeigt Herr Karn eine Visualisierung des Neubaus.

 

Die Ausschussmitglieder bedanken sich für die vorgestellten Planungen und sprechen sich für die geplante Umsetzung aus. Herr Karn erläutert Detailfragen zu den Materialien, zur Nachhaltigkeit und zur Ausführungsplanung. Die Entscheidung, ob ein Generalunternehmervertrag ausgeschrieben werden soll, wurde zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht getroffen. Im Rahmen einer Markterkundung müssen die jeweiligen Vor- und Nachteile abgewogen werden.

 

Auf Anregung der Ausschussmitglieder möglichst viele Fördergelder für dieses Projekt zu generieren, erläutert Frau Nagel, dass in der weiteren Planung zusammen mit dem Architekturbüro geprüft wird, ob und welche Fördermittel generiert werden können. Frau Oldenburg-Schmidt sichert zu, dass alle sinnvollen Finanzierungsmöglichkeiten für dieses Projekt ausgeschöpft werden.

 

Herr Kamprad übergibt das Wort an Frau Fees-McCue, Schulleiterin der Halepaghen-Schule, für eine kurze Stellungnahme. Frau Fees-McCue beschreibt, dass die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes und insbesondere die jahrgangsweise Sortierung innerhalb des Gebäudes ein Quantensprung für die Schule bedeutet.

 

Herr Kamprad bedankt sich für die Ausführung und die Beantwortung der Fragen und bittet um Abstimmung.

 


Beschlussvorschlag:
 

1)     Die Erweiterung und Sanierung der Halepaghenschule Buxtehude wird  auf Grundlage der Anlagen A bis H zur Verwaltungsvorlage 2020/106 gebaut.

 

2)     Das Planungsbüro BKSA GmbH, Jarrestraße 42a, 22303 Hamburg wird im Rahmen der stufenweisen Beauftragung mit der Stufe 2 (Leistungsphasen 5 bis 7) des 2019 geschlossenen Vertrages weiter beauftragt.

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

Ausschuss für Schulen und Sport:

Einstimmig

Enthaltungen: 1

 

Bau- und Liegenschaftsausschuss:

Einstimmig

 

 

Die Sitzung wird für eine Pause von 20:05 bis 20:13 Uhr unterbrochen.  

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage zum TOP 3 - Halepaghen-Schule (13939 KB)      
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