Hansestadt Buxtehude

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Auszug - Monitoringbericht zur Umgestaltung des Nahversorgungszentrums am Torfweg  

76. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Ortschaftsangelegenheiten und Umweltschutz
TOP: Ö 5.2
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung, Ortschaftsangelegenheiten und Umweltschutz Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 09.08.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:05 - 22:00 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal
Ort: Stadthaus, Bahnhofstr. 7
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

Herr Nyveld führt kurz in die Thematik ein. Seit Eröffnung im Oktober 2014 wurde der Platz stets seitens der Verwaltung begutachtet. Es wurden Gespräche mit Bürgern sowie Geschäftsinhabern geführt und Verkehrsströme beobachtet. Damit sollte geprüft werden, ob das Ziel der Aufwertung des Bereiches und insbesondere die wohnortnahen Versorgungspunkte langfristig zu stärken, auch eingehalten werden konnte. Das Monitoring diente ebenfalls dazu, zu sehen, ob die Fördergelder sowie die Eigenmittel der Hansestadt Buxtehude richtig eingesetzt worden sind.

 

Frau Brüggemann beginnt mit den Ausführungen und zeigt zur Veranschaulichung noch einmal den alten Platz auf. Anhand dessen erläutert sie die allgemeinen Konflikte, die dort vor dem Umbau herrschten. Anhand eines aktuellen Luftbildes erläutert sie die Planungsabsichten und dadurch entstandenen Verbesserungen. Anschließend zeigt sie Vorher-Nachher-Impressionen einzelner Abschnitte des Platzes auf und erklärt die wesentlichen Veränderungen.

 

Herr Kleber berichtet, dass seit der Eröffnung zahlreiche Hinweise und Anregungen von Bürgern, Ladenbetreibern oder aber auch Mitarbeitern des Bauhofes eingegangen sind. Die Verwaltung hat bei monatlichen Ortsterminen beobachtet, wie die Nutzer sich bewegen und der Platz angenommen wird. Zur Verdeutlichung zeigt er anschließend noch einmal die einzelnen Wegebeziehungen von Kraftfahrern, Radfahrern und Fußngern vor und nach dem Umbau auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist mittlerweile erkennbar, dass alle Verkehrsteilnehmer den Platz deutlich freier nutzen.

Abschließend berichtet Herr Kleber von der Öffentlichkeitsveranstaltung, die im April diesen Jahres vor Ort stattgefunden hat. Die Veranstaltung diente dem Gesprächsaustausch. Die Verwaltung hat ihre Ergebnisse anhand von Plakaten vorgestellt und noch einmal auf die Verhaltensregeln innerhalb des verkehrsberuhigten Bereiches hingewiesen. Die Bürger hatten zudem die Möglichkeit, weitere Ideen und Anregungen mitzuteilen. Aus diesen und den zuvor eingegangenen Anregungen und Rückmeldungen hat sich gezeigt, dass die Themen Geschwindigkeit und Parkverhalten das größte Problem darstellen. Generell gilt innerhalb des verkehrsberuhigten Bereiches Schrittgeschwindigkeit. Diese wird auch aus Unwissenheit vieler jedoch oft nicht eingehalten. Die seit Jahresbeginn aufgestellten Schilder „Schritt fahren“ haben jedoch schon eine positive Wirkung. Hinsichtlich des Parkverhaltens ist anzumerken, dass häufig auch aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit, in nicht gekennzeichneten Flächen geparkt wird. Die Verkehrsüberwachung ist entsprechend informiert und sensibilisiert worden. Nach einer Übergangszeit, in der noch u.a. mit Flyern und Plakaten entsprechend aufgeklärt werden soll, wird es Verwarnungen für Falschparker geben. Zu den weiteren Anregungen seitens der Bürger etc. gehörten der Container Standort, der mittlerweile mit einer höheren Hecke als Sichtschutz versehen ist. Hinsichtlich der Hochborde im Bereich des Nahversorgers und der Sparkasse gab es in der Anfangszeit mehrere Hinweise bzgl. der Stolpergefahr. Mittlerweile und auch in der Öffentlichkeitsveranstaltung gab es diesbezüglich keine Hinweise mehr, so dass hier kein Handlungsbedarf mehr besteht. Die anfangs zu geringe Beleuchtung im Bereich des Nahversorgers wurde umgehend aufgestockt. Zudem wurde ein Auftrag für den Rückbau der Kölner Teller erteilt, da diese mittlerweile nicht mehr erforderlich sind und ebenfalls eine Stolpergefahr darstellen.

Abschließend zeigt Frau Brüggemann noch einmal die Info-Flyer auf, die seit kurzem vor Ort in den einzelnen Geschäften, zusätzlich zu Plakaten ausliegen. Geplant ist noch eine gemeinsame Veranstaltung mit der Polizei und den Verkehrsüberwachung, bei der auf zu schnell fahrende und falsch parkende Verkehrsteilnehmer zugegangen werden soll.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die geforderten Ziele aus dem EU-Förderprogramm erreicht wurden. Das Stadtteilzentrum ist gestärkt und städtebaulich aufgewertet worden und der Platz schafft Aufenthaltsqualität. Die Geschäftsinhaber berichten zudem von einer Umsatzsteigerung. Wunsch der Verwaltung ist es noch, dass der Platz von Nutzern und Vereinen vor Ort mehr bespielt wird.

 

Herr Hansen bedankt sich für die Ausarbeitung und gibt die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen.

 

Herr Lemke bedankt sich für den Bericht und sieht in dem tollen Projekt und dem dazugehörigen Monitoring eine Möglichkeitr ähnliche Projekte innerhalb der Hansestadt, z.B. in der Bahnhofstraße.

 

Frau Biesenbach teilt die Auffassung, dass es vor Ort zu einer Attraktivitätssteigerung gekommen ist. Sie begrüßt ebenfalls den Rückbau der Kölner Teller. Sie berichtet von Rückmeldungen, dass Personen mit Gehwagen im Bereich des Behindertenstellplatzes vor dem Nahversorger nicht über die bestehende Kante kommen und regt an, diese zu entfernen und mit einem Findling zu versehen.

Ebenfalls regt sie an, anstelle von Pollern weitere Grünflächen im Bereich vor der Sparkasse zu schaffen. Abschließend merkt sie an, dass die Flyer und Plakate nicht ausreichen werden, um die Falschparker zum richtigen Verhalten zu erziehen. Sie würde es begrüßen, eine deutlichere Kennzeichnung der Parkflächen vorzunehmen.

Frau Mojik erwidert, dass die Intension ist, stufenweise mit geplanten Verhaltensmaßnahmen vorzugehen. Die geplante, gemeinschaftliche Aktion mit der Polizei und der Verkehrsüberwachung soll dazu dienen, über Kommunikation aufmerksam zu machen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Eine zusätzliche Bepflanzung ist nach Auffassung von Frau Mojik unvorteilhaft, da der Platz weiterhin bespielbar sein soll. Mit den reversiblen Pollern ist dies unproblematisch.

Im Bereich des behindertengerechten Parkplatzes besteht unmittelbar daneben ein barrierefreier Zugang zur Ladenzeile, den Frau Mojik nochmals aufzeigt.

Abschließend erklärt sie, dass die Möglichkeit einer deutlicheren Kennzeichnung der Parkflächen derzeit verwaltungsintern geprüft wird.

 

Frau Bade erklärt, dass das Projekt sehr gelungen sei. Das Aufstellen eines Findlings hält sie für bedenklich. Sie weist darauf hin, dass im Bereich der Treppen vor der Sparkasse stets Falschparker stehen. An der Stelle würde sie eine Bepflanzung begrüßen, um solches zu verhindern.

 

Herr Peper lobt die Verwaltung und bedankt sich für das gelungene Projekt.

 

Die Verwaltung wird die angesprochenen Punkte in ihre weiteren Überlegungen aufnehmen.


 

 

 


 

 

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