Stadtarchiv
Das Stadtarchiv befindet sich im Gebäude Stavenort 5, einem eigens für die Zwecke eines Archivs eingerichteten Neubau, der wie das benachbarte Buxtehude·Museum in den Jahren von 1989 bis 1991 erbaut worden ist.
Für eine Stadt, die im Mittelalter mit ca. 1.500 bis maximal 2000 Einwohnern recht klein war, verfügt Buxtehude über eine bemerkenswert dichte historische Überlieferung. Im Stadtarchiv befinden sich rund 150 Urkunden, beginnend mit der Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1328 an die 1285 gegründete Stadt. Weitere 707 städtische Urkunden – als Nr. 1 eine Ablassurkunde von 1296 zugunsten des Baus der St.-Petri-Kirche – lagern als Depositum im Staatsarchiv Stade. Von großem Wert für die Stadtgeschichte sind die ebenfalls im Staatsarchiv Stade aufbewahrten Urkundenbestände der beiden Buxtehuder Klöster, insbesondere der 626 Urkunden umfassende Bestand des Alten Klosters, der bis in das Jahr 1196 zurückreicht. Im Stadtarchiv Buxtehude lagern rund 140 Regalmeter Amtsbücher: Erbebücher ab 1320, Rentebücher ab 1397, Bürgerbücher im Original ab 1623 (in einer Edition ab 1400), Ratsprotokolle ab 1648, Kämmereirechnungen ab 1420 sowie Statutenbücher Buxtehuder Zünfte. Ab dem 15. Jahrhundert setzt die Aktenüberlieferung ein. Der gesamte Bestand umfasst zurzeit rund 1.400 lfd. Regalmeter.
Das Stadtarchiv bietet allen Interessierten die Möglichkeit, im Nutzerraum originale Dokumente zur Stadtgeschichte einzusehen und zu studieren. Die Jahrgänge 1854–2001 des Buxtehuder Tageblatts sind auf Mikrofilm vorhanden und können an einem Lesegerät, einem sogenannten Readerprinter, mit dessen Hilfe sich auch Kopien ziehen lassen, gelesen werden.
Die Mitarbeiter des Stadtarchivs beraten Sie gern.