Buxtehude

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Tourismus - Stadtportrait

Stadtporträt

Buxtehude ist bekannt als die Stadt, in der die Hunde mit dem Schwanze bellen und Has’ und Igel um die Wette laufen. Doch wer deshalb glaubt, Buxtehude sei nur eine Märchenstadt, der irrt gewaltig, denn schon seit über 1000 Jahren ist Buxtehude Wirklichkeit.

Es begann mit der bäuerlichen Niederlassung „Buochstadon“, die im Jahre 959 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Der Name wird als „Buchenstätte“ gedeutet. Im Jahr 1135 wird der Ort „Buchstadihude“ genannt; das bedeutet, eine „Hude“, eine Schiffsanlegestelle, war an der bis zum Geestrand schiffbaren Este entstanden: die „Hude bei der Buchenstätte“. Sie leistete wichtige Dienste bei der Besiedlung des Alten Landes. Angehörige des ortsansässigen Adelsgeschlechtes „von Buxtehude“ stifteten im Jahre 1196 aus ihrem Besitz ein Benediktiner-Nonnenkloster. Aus dieser Stiftung ging das bedeutendste Frauenkloster an der Niederelbe, das Alte Kloster, hervor.

Entwicklung zur Hafenstadt

1285 machte Buxtehude einen Entwicklungssprung vom Hude- und Klosterort zur Hafenstadt: Im Moorstreifen zwischen Geest und Marsch gründete der Bremer Erzbischof Giselbert von Brunkhorst anderthalb Kilometer von der Ursiedlung entfernt die „Neue Stadt Buxtehude“. War in Hamburg, Lüneburg und Stade der Hafenbetrieb von der einen Seite des Wasserlaufes auf die gegenüberliegende hinübergewachsen, wurde Buxtehude als erste deutsche Stadt planmäßig um ein zentrales Hafenbecken herumgebaut. Sie war damit die modernste Hafengründung auf deutschem Boden. Im Grundriss der Altstadt sind das spätmittelalterliche Verkehrsnetz und die wasserbautechnischen Leistungen von damals noch heute zu bestaunen. Als ehemaliger innerstädtischer Hafen ist das Fleth – neben der St.-Petri-Kirche, einer gotischen Backsteinbasilika – das bedeutendste Baudenkmal der Stadt.


Eine Stadt mit maritimem Flair

Hafenansicht mit St.-Petri-Kirche im Hintergrund
Hafenansicht mit St.-Petri-Kirche im Hintergrund

Die Lage auf dem Grenzsaum von Marsch und Geest machte Buxtehude zu einem wichtigen Austauschplatz. Bereits 1287 gab es einen Jahrmarkt, im Laufe der Zeit kamen weitere Märkte hinzu. Vom Alten Land, vom Land Hadeln und von Dithmarschen erhielt die Stadt um 1350 Privilegien für den Getreidehandel. Dies war die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Neben Stade wurde Buxtehude Sammelplatz für das Getreide der Elbmarschen, das von hier aus vor allem in die Niederlande verschifft wurde.

International vernetzt in der Hanse
Rasch stieg Buxtehude zur Hansestadt auf. 1363 wird sie erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt. Sie stand auf einer Rangstufe mit Kiel und Uelzen. Im Rahmen des hansischen Fernverkehrs erlangte die Stadt Bedeutung als Fährstation zum anderen Elbufer; denn die Niederelbe war im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur von Stade und von Buxtehude aus zu überqueren.

Nach dem Niedergang der Hanse bestand weiterhin reger Fährverkehr durch umfangreiche Viehtransporte von Jütland bis in die Niederlande. Um 1600 wurden jährlich 20 000 bis 30 000 Ochsen bei Buxtehude über die Elbe gesetzt. Ende des 17. Jahrhunderts zur Zeit der Schwedenherrschaft betrieben Buxtehuder Reeder auf der Handelsroute Hamburg–Archangelsk–Italien–Hamburg Hochseeschifffahrt. Das 18. Jahrhundert brachte mit dem Versiegen des Rinderhandels und der beginnenden Verlagerung des Elbübergangs nach Harburg schwierige Zeiten für die Stadt. Die Einwohnerzahl erreichte im Jahre 1812 mit 1 843 einen Tiefstand.


Wirtschaftspolitik mit Erfolg

Erst mit dem Aufkommen der Industrialisierung zeigte sich ein neuer Aufschwung. In Buxtehude setzte diese Entwicklung bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Hierzu trug vor allem die Lage an der schiffbaren Este bei. Die ersten Industriebetriebe entstanden in Hafennähe: eine Zementfabrik, eine Ölmühle, eine Steingutfabrik, eine Dampfsägemühle sowie eine Werft. Mit weiteren Betrieben in der Altstadt und einer Papierfabrik in Altkloster entwickelte sich Buxtehude zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es Buxtehude verstanden, an diese Tradition anzuknüpfen und sich kontinuierlich zum attraktiven Standort des Mittelstandes zu entwickeln. Zahlreiche neue Betriebe, darunter einige Weltfirmen, wurden im Westen und vor allem im Osten auf geestrandnahen Flächen des Stadtgebietes angesiedelt. Auch weiterhin bietet die Stadt interessierten Unternehmen günstige Bedingungen. Gute Verkehrsanbindungen und die Nähe Hamburgs sind entscheidende Vorzüge. Zur bewussten Förderung von Firmenneugründungen wurde 1986 das Technologie-Zentrum-Buxtehude eingerichtet. Die geschickt betriebene Industrieansiedlungspolitik hat zu einer recht stabilen Wirtschaftsstruktur geführt. Hierzu trägt vor allem die gelungene Mischung von mittleren und größeren Betrieben verschiedener Branchen bei. Buxtehude hat eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in Niedersachsen.

Buxtehude ist auch Hochschulstandort

Hochschule 21
Hochschule 21

Ein in Niedersachsen bisher einmaliges Modell ist die 2004 gegründete Hochschule 21. Als im Zuge von Sparmaßnahmen des Landes der hiesige Standort der Fachhochschule Nordostniedersachsen mit den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen geschlossen wurde, entwickelte das Fachhochschulteam eine Bildungsstätte mit völlig neuen Strukturen: eine staatlich anerkannte Hochschule in privater Trägerschaft. Zu den Gesellschaftern der gemeinnützigen GmbH gehören die Sparkassen und Banken, die Kammern, Städte und Landkreise sowie Verbände der Region. Derzeit werden fünf Studiengänge angeboten: Bauingenieurwesen, Bauen im Bestand, Bau- und Immobilienmanagement, Physiotherapie sowie Mechatronik. Das Studium ist dual, d. h. vierteljährlich wechseln die Studenten die Lernorte Hochschule und Betrieb. Nach sechs Semestern können sie den europaweit neu eingeführten Studienabschluss Bachelor erwerben.

Vor den Toren der großen Hanseschwester Hamburg leben heute rund 40 000 Menschen in Buxtehude am Rande des Alten Landes mit seiner herrlichen Obstbaumblüte. Besonderer Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern ist die historische Altstadt mit ihrer Fußgängerzone, der Flethanlage, dem Viver (dem alten Stadtgraben) und vielen erhaltenen historischen Bürgerhäusern. In dieser reizvollen Umgebung wird oft und gern gefeiert. Auch ist das kulturelle Leben in Buxtehude recht munter. Einer der bedeutendsten deutschen Jugendbuchpreise, der „Buxtehuder Bulle“, ein reichhaltiges Theater- und Konzertangebot, der „Kleinkunst-Igel“-Verein, das Theater im Hinterhof, das Kulturforum am Hafen sowie das Buxtehude·Museum für Regionalgeschichte und Kunst sind nur einige Beispiele dafür.


Moderne Verwaltung unter einem Dach

Im November 2010 wurde das neue Stadthaus eingeweiht. Verwaltungsdienststellen, die vorher auf acht Standorte verteilt waren, sind jetzt unter einem Dach zu finden. Zu diesem Vorteil kommt die Einrichtung eines Bürgerbüros hinzu, das häufig nachgefragte Serviceleistungen, wie z. B. An- und Abmeldungen, Ausstellung von Ausweisen und Reisepässen u.ä., an leicht erreichbarer Stelle im Erdgeschoss des neuen Gebäudes anbietet.

Mit den Städten Blagnac in Südfrankreich und Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern werden im Sinne des europäischen und des gesamtdeutschen Gedankens Partnerschaften gepflegt.

Im weiträumigen Einzugsgebiet der Metropolregion Hamburg präsentiert sich die alte Hanse- und Märchenstadt Buxtehude heute als eigenständiges wirtschaftliches und kulturelles Mittelzentrum, dessen Anziehungskraft weit über seine eigenen Grenzen hinausreicht.


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